Angst I Phobie I Panik
Angst, Phobie & Panik – verstehen, erkennen, behandeln
Angst ist ein normales und gesundes Gefühl – sie schützt uns, indem sie den Körper auf Gefahr vorbereitet.
Doch wenn Angst zu häufig, zu intensiv oder ohne reale Bedrohung auftritt, kann sie den Alltag stark einschränken.
In diesem Fall sprechen Fachleute von einer Angststörung.
Wann wird Angst zur Störung?
Nach ICD-11 (Internationale Klassifikation der Krankheiten, 2022) und der S3-Leitlinie Angststörungen (DGPPN, Version 2023–2025) gilt Angst dann als Störung, wenn:
- Die Angstreaktionen unangemessen stark im Verhältnis zur tatsächlichen Gefahr sind.
- Symptome über längere Zeit (mindestens mehrere Monate) anhalten.
- Die Angst zu deutlichen Beeinträchtigungen im beruflichen, sozialen oder privaten Leben führt.
- Betroffene Situationen meiden oder nur unter erheblicher Belastung ertragen.
Formen von Angststörungen
Die ICD-11 und aktuelle Leitlinien unterscheiden mehrere Hauptformen:
1. Spezifische Phobien
- Angst vor klar umschriebenen Objekten oder Situationen (z. B. Spinnen, Höhen, Fliegen, Spritzen).
2.Soziale Angststörung (soziale Phobie)
- Angst vor negativer Bewertung oder Blamage in sozialen Situationen.
3.Agoraphobie
- Angst vor Orten oder Situationen, aus denen Flucht schwierig erscheint (Menschenmengen, öffentliche Verkehrsmittel).
4.Generalisierte Angststörung (GAS)
- Ständige Sorgen und innere Anspannung über verschiedene Lebensbereiche.
5.Panikstörung
- Wiederkehrende, plötzliche Panikattacken mit intensiven körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Atemnot, Schwindel.
Was begünstigt das Entstehen von Angststörungen?
Angststörungen entstehen meist durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren:
Biologische Faktoren
- Genetische Veranlagung
- Veränderungen in der Stressverarbeitung (z. B. Amygdala-Aktivität)
Psychologische Faktoren
- Geringes Selbstwertgefühl
- Neigung zu Grübeln oder Katastrophisieren
- Perfektionismus
Soziale Faktoren
- Mobbing, belastende Lebensereignisse, kritische Erziehung
- Chronischer Stress oder Überforderung
Lernerfahrungen
- Traumatische Erlebnisse
- Beobachtung ängstlichen Verhaltens bei Bezugspersonen
Häufigkeit – wie viele Menschen sind betroffen?
Aktuelle Studien (Jacobi et al., 2022; WHO World Mental Health Survey) zeigen:
14–18 % der Erwachsenen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Angststörung.
- Spezifische Phobien: ca. 10 %
- Soziale Phobie: ca. 7 %
- Panikstörung: ca. 2–3 %
Therapie bei Angst, Phobien und Panik – Mein integrativer Ansatz
Als Heilpraktikerin für Psychotherapie biete ich Ihnen eine individuell abgestimmte Behandlung, die kognitive Verhaltenstherapie, Hypnose und Entspannungsverfahren gezielt miteinander kombiniert.
Dieser integrative Ansatz bearbeitet sowohl die aktuellen Symptome (z. B. Herzrasen, Anspannung, Grübeln) als auch die tieferliegenden Ursachen (z. B. erlernte Angstreaktionen, belastende Erlebnisse oder negative Denkmuster).
🧠Verhaltenstherapie – Denkmuster verändern, Ängste abbauen
- Erkennt und verändert angstverstärkende Gedanken und innere Dialoge
- Hilft, körperliche Symptome der Angst realistisch einzuordnen
- Nutzt Expositionsverfahren: schrittweises Heranführen an gefürchtete Situationen oder körperliche Angst symptome
🌀Hypnose – unbewusste Blockaden lösen und innere Ressourcen aktivieren
- Fördert innere Sicherheit, Selbstvertrauen und emotionale Stabilität
- Löst alte, belastende Verknüpfungen zwischen bestimmten Situationen und Angstsymptomen
- Unterstützt den Körper dabei, Stress- und Alarmreaktionen herunterzufahren
- Mein Ziel:
Ihnen zu helfen, Angstreaktionen zu verstehen, ihren Kreislauf zu unterbrechen und wieder mehr Sicherheit, Freiheit und Lebensqualität zu gewinnen – egal ob es sich um generalisierte Ängste, spezifische Phobien oder wiederkehrende Panikattacken handelt.
Quellen
- DGPPN (2023). S3-Leitlinie Angststörungen, Version 2.0
- Jacobi F et al. (2022). Epidemiologie psychischer Störungen in Deutschland, Nervenarzt, 93(5), 415–425
- WHO World Mental Health Survey Initiative (2017)
- Hofmann SG et al. (2012). The Efficacy of Cognitive Behavioral Therapy: A Review of Meta-Analyses, Cogn Ther Res, 36(5), 427–440
- Hammond DC (2010). Hypnosis in the treatment of anxiety- and stress-related disorders, Expert Rev Neurother, 10(2), 263–273
- Manzoni GM et al. (2008). Relaxation training for anxiety: a ten-years systematic review with meta-analysis, BMC Psychiatry, 8:41